Politik

Mindestens 14,25 Euro pro Stunde für die „saubersten Jobs“

Im Kreis Sömmerda arbeiten 250 Reinigungskräfte in 12 Unternehmen. Jetzt gab es einen neuen Tarifabschluss. So hoch ist das Plus.

Sömmerda. Wer Büros, Schulen oder Arztpraxen im Landkreis Sömmerda saubermacht, verdient jetzt mehr Geld: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte einen Stundenlohn von 14,25 Euro – und damit 75 Cent mehr als bislang. Das teilt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Thüringen mit.

„Das ist der neue Branchen-Mindestlohn für die Innenreinigung von Gebäuden“, sagt Ralf Eckardt von der IG BAU Thüringen. Damit sei für die insgesamt 12 Unternehmen der Reinigungsbranche im Landkreis Sömmerda eine neue „Lohn-Marke“ gesetzt. „In einem Jahr klettert der Lohn dann noch einmal nach oben – auf glatte 15 Euro pro Stunde. Für Gebäudereinigerinnen ist das eine wichtige Stufe auf der Lohn-Leiter“, so Ralf Eckardt.
Der Gewerkschaft sei es damit gelungen, für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk in nur zwei Jahren ein Lohn-Plus von über 11 Prozent herauszuholen. „Das ist ein gewaltiger Lohn-Sprung nach oben. Gebäudereinigerinnen bekommen den harten Job, den sie machen, damit deutlich fairer bezahlt: Sie bekommen für ihre saubere Arbeit jetzt auch einen sauberen Lohn“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Thüringen, Ralf Eckardt.

Insgesamt sind nach Angaben der IG BAU rund 250 Menschen im Landkreis Sömmerda in der Gebäudereiniger-Branche beschäftigt. Darunter auch Glas- und Fassadenreiniger. Deren Stundenlohn steigt ebenfalls im Januar: „Wer bei Wind und Wetter draußen Glasfassaden professionell saubermacht, bekommt dafür jetzt mindestens 17,65 Euro pro Stunde – und damit 95 Cent mehr als vorher“, so Ralf Eckardt. Das sei der Branchen-Mindestlohn für gelernte Fachkräfte – und damit für die Arbeitgeber im Kreis Sömmerda ein „wichtiges unteres Lohn-Limit“.

Außerdem habe sich die IG BAU am Tariftisch für eine deutlich höhere Ausbildungsvergütung stark gemacht: „Azubis in der Gebäudereinigung starten jetzt ihre Ausbildung mit 1.000 Euro pro Monat. Sie haben damit 100 Euro mehr in der Tasche“, so Ralf Eckardt. Im zweiten Ausbildungsjahr bekommen die Azubis nach Angaben der IG BAU Thüringen 1.150 Euro und im dritten Jahr 1.300 Euro.

IG BAU

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