Kölleda. Das Unternehmen GlasfaserPlus plant, rund 2.510 Haushalte mit Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude (FTTH) zu versorgen.
Die Bauarbeiten werden von der KaTiKom GmbH ausgeführt. Der Tiefbau soll nach Angaben der Projektbeteiligten im Laufe des Juli zunächst im Bahnhofsviertel beginnen. Dabei sollen moderne Bauverfahren eingesetzt werden, um die Einschränkungen für Anwohner möglichst gering zu halten.
GlasfaserPlus ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und des australischen Infrastrukturinvestors IFM Investors. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis 2034 bundesweit vier Millionen gigabitfähige Glasfaseranschlüsse, insbesondere im ländlichen Raum, zu errichten. Das Netz steht grundsätzlich allen Telekommunikationsanbietern offen. Für Kölleda hat die Telekom bereits angekündigt, das Netz zu nutzen.
Bürgermeister Uwe Kraneis begrüßte den Beginn der Bauarbeiten. Ein leistungsfähiges Glasfasernetz sei ein wichtiger Standortfaktor, verbessere die digitale Infrastruktur und könne sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen Vorteile bringen.
Nach Angaben der Projektverantwortlichen ist der Ausbau nicht an eine vorherige Vermarktungsquote gebunden. Eigentümerinnen und Eigentümer beziehungsweise Haushalte müssen jedoch selbst einen Glasfaseranschluss bei einem Telekommunikationsanbieter beauftragen. Während der Ausbauphase erfolgt der Hausanschluss in der Regel kostenfrei, sofern ein entsprechender Glasfasertarif abgeschlossen wird und die notwendige Zustimmung für die Arbeiten auf dem Privatgrundstück vorliegt. Erfolgt die Beauftragung erst nach Abschluss der Ausbauarbeiten, können Kosten für den Hausanschluss entstehen.
Das neue Netz soll Datenübertragungen mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermöglichen und damit eine leistungsfähige Internetversorgung für die angeschlossenen Haushalte bieten.

