Land und Leute

Für 53 Kitas und 27 Schulen im Kreis Sömmerda kostenloses Mittagessen gefordert

Mittags was Ordentliches auf dem Teller - zum Nulltarif: In den Kitas und Schulen im Kreis Sömmerda soll es ein kostenloses Mittagessen geben.

Sömmerda. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Eine warme Mahlzeit, die Eltern nicht aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen müssen, ist der beste Garant für eine gesunde Ernährung für alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig davon, was zuhause auf den Tisch kommt. Ein Umsonst-Essen in Kindergärten und Schulen bietet die Chance, das Risiko einer Mangelernährung zu reduzieren – und damit auch eine zu einseitige Ernährung auszubremsen“, sagt Jens Löbel von der NGG Thüringen. Das wäre ein „gesunder Schritt nach vorn“ in den 53 Kindergärten und 27 öffentlichen Schulen im Landkreis Sömmerda.
Die NGG appelliert an die Landesregierung Thüringen, die Weichen für kostenlose Mittagessen in Kindergärten und Schulen zu stellen. Auch für den vom Bundestag eingesetzten Bürgerrat aus 160 per Los ermittelten Mitgliedern hat eine gesunde Ernährung für alle Schüler und Kindergartenkinder hohe Priorität: Er hat ein kostenloses Mittagessen in Kitas und an Schulen empfohlen. Entscheidend beim Mittagessen zum Nulltarif ist allerdings, so die NGG Thüringen, bei der Auswahl der Caterer auf zwei wichtige Punkte zu achten: „Es geht um gesundes Essen – also um eine gute Qualität bei den Zutaten und beim Zubereiten. Aber auch um faires Essen. Also darum, dass die Menschen, die in der Großküche arbeiten, die den Transport machen und das Mittagessen ausgeben, fair bezahlt werden. Und faire Bezahlung bedeutet: Tariflohn. In Jena gibt es bereits ein Vergabegesetz, das die Caterer an den Tarifvertrag bindet. Hier müssen die Kommunen im Kreis Sömmerda nachziehen“, fordert NGG-Geschäftsführer Löbel.

Neben dem wichtigen Aspekt einer gesunden Ernährung komme ein weiterer Punkt hinzu: „In vielen Familien gibt es den Druck, mittags zu Hause frisch zu kochen, um den Kindern ein gutes Essen zu bieten. Entweder, weil eine Ganztagsbetreuung – und damit das Mittagessen – fehlt. Oder ganz einfach, um Geld zu sparen. Wenn sich das durch ein kostenloses Mittagessen für alle im Kindergarten und in der Schule erledigt, dann haben auch berufstätige Eltern die Chance, sich stärker im Job – ob im Betrieb oder im Homeoffice – zu engagieren“, so Jens Löbel.

NGG

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